Apr 10 2012

Herbert sitzt normalerweise den ganzen Tag vor dem Fernseher, aber wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann ist er nicht zu bremsen. Als er eines Tags von jener rätselhaften Parallelwelt Mygnia erfährt, ist für ihn klar, dass es nur noch ein Ziel für ihn gibt - egal, welche Katastrophen auf dem Weg dorthin auch lauern mögen ...

Herbert ist der Protagonist in Heinrichs gleichnamiger Geschichte, dem ersten Community-Beitrag zur Entdeckung der Welt Mygnia, der bereits in zwei Kapiteln vorliegt. Er bestätigt auf humorvolle Weise die Idee, die hinter unserer "Weltbaustelle" steckt: Die Kreativität einer engagierten (wenn auch noch kleinen) Community führt zu einer größeren, lebendigeren und interessanteren Welt als alles, was sich ein einzelner Autor ausdenken kann. Denn, soviel ich mir auch auf meine schriftstellerische Fantasie einbilde: Eine Figur wie Herbert wäre mir allein nicht eingefallen.

Aber es ist nicht nur der kauzige Protagonist in Heinrichs Geschichte, der die Grundidee von Mygnia illustriert. Es ist auch der originelle Blickwinkel: Statt aufregende Abenteuer rund um Portale und Aliens zu erzählen, konzentriert sich Heinrich auf einen Durchschnittstypen, dessen Leben aus den Fugen gerät, als er von Mygnia hört. Genau dieser Aspekt - wie würde die Entdeckung einer Parallelwelt unseren Alltag verändern? - gehört für mich zu den interessantesten Fragestellungen dieses Projekts.

Nicht zuletzt hoffe ich natürlich, dass ein wenig von Herberts Enthusiasmus auf alle abfärbt, die hier zufällig oder gezielt vorbeischauen. Denn er hat richtig erkannt, dass eine Parallelwelt zu entdecken allemal interessanter ist als auf dem Sofa zu hocken. Und sind wir nicht alle ein bisschen wie Herbert?

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